Paludarium

Ein Paludarium ist eine Sonderform des Terrariums. In ihm wird eine Sumpflandschaft mit Wasserbereich nachgebildet.
Im Paludarium werden wasserliebende Reptilien und Amphibien gehalten.

Typische Bewohner sind:

  • Axolotl
  • Gelbwangenschmuckschildkröte
  • Landeinsiedlierkrebs
  • Grüne Wasseragame
  • Moschusschildkröte
  • Strumpfbandnatter
  • Tigersalamander
  • Australischer Korallenfingerlaubfrosch
  • Harlekinkrabbe
  • Colorkrabbe
  • Feuersalamander

Ausstattung

Das Aquaterrarium und seine Bewohner: Inklusive detaillierter Porträts der beliebtesten Tierarten
25 Bewertungen
Exo Terra Terrarium aus Glas, mit einzigartiger Front Belüftung, 30 x 30 x 60cm, auch als Paludarium nutzbar
1.081 Bewertungen
Exo Terra Terrarium aus Glas, mit einzigartiger Front Belüftung, 30 x 30 x 60cm, auch als Paludarium nutzbar
  • Größe in cm: 30 x 30 x 60
  • Extratiefer, wasserdichter Boden 20 cm
  • Ideal für in Gewässern lebende Arten
  • Rückwand mit einzigartiger Wurzelanmutung
  • Zwei Türen für einen ausbruchsicheren Zugang

Das Becken

Der Behälter sollte aus Glas sein und einen Deckel haben. Der Deckel verhindert zum einen, dass die Bewohner ausbüxen und zum anderen hält er die Luftfeuchtigkeit im Becken.

Luftfeuchtigkeit und Belüftung

Trotz hoher Luftfeuchtigkeit muss für ausreichend Frischluftzufuhr gesorgt werden. Dafür eignen sich spezielle Lüftungsschlitze oder Gazebereiche.
Ohne Deckel muss entweder von Hand oder über Beregnungsanlagen bzw. Nebler (Ultraschallbasis) gesprüht werden.
Gern werden Wasserfälle in die Landschaft integriert. Sie bringen Bewegung in die Luft und erhöhen den Feuchtigkeitsgehalt.

Filter

Das Wasser im Schwimmbereich muss ebenso sauber gehalten werden wie in einem Aquarium. Dazu sind leistungsstarke Filteranlagen notwendig.
Dabei muss beachtet werden, dass es sich um eine wesentlich geringere Wassermenge mit einem niedrigen Wasserstand handelt. Einige Innenfilter können liegend betrieben werden. Dann ist das flache Wasser kein Problem. Bei Außenfiltern müssen Ein- und Auslass an den Wasserstand angepasst werden.

Beleuchtung

Das Licht muss die Pflanzen im Land- und im Wasserbereich ausreichend versorgen.

Der Lichtbedarf der Tiere ist verschieden. Amphibien sind in Bezug auf Licht nicht anspruchsvoll. Reptilien benötigen teilweise UV-Licht. Bewährt haben sich für sie Spotlichter, die kleine Wärmeinseln schaffen.

Es können alle Beleuchtungssysteme für Aquarien und Terrarien verwendet werden.

Heizung

Reptilien brauchen warme Bereiche, in denen sie sich trocknen und aufheizen können. Über Heizmatten oder Heizsteine werden einzelne Bereiche gezielt beheizt.
Bei der Heizung für den Schwimmbereich muss wieder der niedrige Wasserstand beachtet werden.

Einrichtung

Bei der Gestaltung der Inneneinrichtung stehen die Bedürfnisse der Bewohner im Vordergrund.
Danach richtet sich das Verhältnis von Wasser zum Landbereich.

Der Schwimmbereich

Hier ist die Höhe des Wasserstandes und die Größe des Bereichs entscheidend für das Wohlbefinden der Tiere.
Der Boden ist mit Aquariensand oder Kies bedeckt.

Die Wasserwerte (pH-Wert, Temperatur, Härte) richten sich nach den Tieren.

Landbereich

Der trockene Bereich wird gern treppenartig angelegt. Dann lässt sich leicht ein Wasserfall integrieren. Zudem bietet dieser Aufbau viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten.
Höhlen, Steine, Äste oder Wurzeln werden zu Ruheplätzen, Sonnenterrassen oder Eiablageplätzen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Als Boden kann Blumenerde, Lavagestein, Moos oder Torf verwendet werden.

Übergang Wasser zum Land

Der Übergang sollte so beschaffen sein, dass die Tiere das Wasser leicht verlassen können. Es müssen unbedingt mit Wurzeln oder Steinen Ausstiegsmöglichkeiten geschaffen werden.

Ein sauberer Übergangsbereich ist ein Streifen aus Kies. Dann schleppen die Tiere nicht zu viel Boden ins Wasser und kein Wasser ins Land. Das Wasser verschmutzt nicht. Der Boden des Trockenbereiches darf nicht durchnässen. Das vertragen die Pflanzen auf Dauer nicht.

Pflanzen

Im Kleinklima des Paludariums fühlen sich Sumpfgewächse wohl. Moose, Farne, Bromelien (Neoregelia) oder aufgebundene Orchideen gedeihen hier.
Wasserpflanzen wie Anubias, Javamoos, Spathiphyllum oder Cyperus können emers (aus dem Wasser) oder submers (unter Wasser) wachsen.

Pflege & Wartung

Der Pflegebedarf ist wesentlich höher als bei einem Terrarium oder Aquarium.
Es muss sichergestellt sein, dass die Technik (Filter, Heizung) funktioniert. Vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit und die Wasserwerte gilt es konstant zu halten.
Die Filteranlage sollte so angebracht sein, dass sie bequem zu reinigen ist.
In regelmäßigen Abständen müssen die Glasscheiben gereinigt und abgestorbene Pflanzenteile entfernt werden.

Worauf sollte man beim Kauf achten

Die Größe des Biotops hängt davon ab, welche Tiere einziehen sollen.
Auch alle weiteren Faktoren, wie der Anteil des Wasserbereiches, der Temperatur und die komplette Gestaltung des Habitats, richten sich nach den zukünftigen Bewohnern.

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