Aquarium Wasserwechsel

Aquarium Wasserwechsel
Aquarium Wasserwechsel
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Der Aquarium Wasserwechsel ist die wichtigste Aufgabe die ein Aquarianer regelmäßig durchführen sollte. Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass bei einem Wasserwechsel nicht das ganze Wasser ausgetauscht werden muss, sondern nur ein Teil des vorhandenen Wassers. Führen Sie bitte niemals einen 100 % Aquarium Wasserwechsel durch. Bei einem vollständigen Wasserwechsel, entfernen Sie zu viele wichtige Bakterien-Stämme, die für das gesamte Biologische System im Aquarium wichtig sind. Dadurch könnte das Biologisches System Ihres Beckens zusammenbrechen und Schadstoffe nicht mehr vollständig abgebaut werde. Somit besteht die Gefahr, dass Ihre Fische und Pflanzen tödlich verenden könnten.

Warum ist ein Aquarium Wasserwechsel überhaupt notwendig?

Generell kann man sagen: Wenn ein See oder ein Meer über ein Wasservolumen von über 100.000 l verfügt, so ist dies ein eigenständiges biologisches System, welches nicht gefiltert werden muss und auch keinen Teilwasserwechsel bedarf. In der Regel werden Sie aber kein 100.000 l Aquarium im Wohnzimmer stehen haben, sodass ein Wasserwechsel notwendig ist. Jeden Tag werden in Ihrem Aqaurium Schadstoffe erzeugt. In einem gut eingelaufenen Aquarium wird das biologische System die Schadstoffe zersetzen und der Filter wird die Überreste absaugen.

Nun stellt sich natürlich die Frage: Was sind überhaupt Schadstoffe?

Schadstoffe die jeden Tag im Becken entstehen oder eingebracht werden, sind:

  • abgestorbene Pflanzenteile die langsam verwesen
  • Futterüberreste
  • Kot Ihrer Aquarium Bewohner

All diese Dinge belasten das ökologische Gleichgewicht, Tag für Tag etwas mehr. Wenn Sie keinen Wasserwechsel (Teilwasserwechsel) vornehmen würden, werden die Schadstoffe irgendwann überhand nehmen und das Aquarium würde „kippen“. „Kippen“ heißt, dass das Biologische Gleichgewicht zusammenbrechen wird, wichtige Bakterien absterben, NO2 (Nitrit – giftig für Fische) nicht mehr abgebaut werden kann, sämtliche Werte im Wasser kritisch ansteigen oder fallen und Ihre Aquariumbewohner verenden werden.
Durch einen regelmäßigen Wasserwechsel gewährleisten Sie die Konzentration von Schadstoffen gering zu halten und bringen gleichzeitig wichtige Mineralien und Spurenelemente in Ihrem Aquarium.

Wieviel Wasser muss bei einem Wasserwechsel gewechselt werden?

Hierzu werden Sie im Internet unzählige Diskussionen finden und jede wird Ihnen eine andere Empfehlung geben. Aquarianer werden sich bei diesem Thema wohl niemals einig werden. Machen Sie ruhig ein Versuch: Fragen Sie Ihre befreundeten Aquarianer, wie er/sie seinen Wasserwechsel macht. Sie werden jedes Mal eine andere Antwort erhalten.
Wozu ein Aquarium Wasserwechsel notwendig ist, haben wir geklärt. Doch wie oft Sie nun ein Teilwasserwechsel durchführen sollte hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Größe des Aquariums
  • Besatz (bei geringen Besatz werden weniger Wasserwechsel notwendig sein, bei hohem Besatz öfter)
  • Bepflanzung (je mehr Pflanzen im Becken, um so mehr Pflanzenteile sterben ab)
  • Filtersystem (wieviel kann der Filter herausfiltern)
  • Werte im Wasser

Leider müssen Sie selbst herausfinden wie oft Ihr Aquarium einen Wasserwechsel (Teilwasserwechsel) nötig hat. Warten Sie allerdings nicht zulange. Wenn erste Probleme bereits sichtbar werden oder anhand der Wasserwerte nachweisbar sind, ist es meist schon zu spät. Daher lieber einen Wasserwechsel mehr als einen zu wenig durchführen.

Grobe Orientierungshilfe

Als grobe Orientierung können wir Ihnen folgenden Plan an die Hand geben. Unter der Berücksichtigung dass jeweils etwa 30% des Wassers gewechselt werden:

  • < 60 l Becken – wöchentlich
  • < 100 l Becken – alle 1 1/2 Wochen
  • < 200 l Becken – alle 2 Wochen
  • < 500 l Becken – alle 3 Wochen
  • > 500 l Becken – alle 4 Wochen

Beachten Sie das dies eine grobe Orientierung darstellen soll. Evtl. ist in Ihrem Aquarium ein früherer oder späterer Wasserwechsel mit mehr oder weniger Austausch von Wasser notwendig.

Die Wassertemperatur

Wie Sie sicher schon festgestellt haben, haben Ihre Fische und Pflanzen ganz individuelle Ansprüche an das Wasser. Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie gern unsere Fisch-Übersicht bzw. Pflanzen-Übersicht nutzen um die passenden Wasserwerte herauszufinden.

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Wenn Sie sich einen Überblick verschafft haben, werden Sie merken dass die Ansprüche sehr individuell sind. Viele Fische reagieren sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen. Eine Vielzahl von Fischen wünschen eine Wassertemperatur von 25 – 28 °C und regieren negativ auf Temperaturschwankungen. Wenn Sie Ihr Aquarium auf 26°C eingestellt haben, sollten Sie also beim Wasserwechsel auch das neue Wasser mit etwa der gleichen Temperatur zuführen.

Der Aquarium Wasserwechsel bzw. Teilwasserwechsel

 Wasser ablassen

Gerade Halter von Garnelen sollten auf eins besonders achten: Garnelen mögen kein Kupfer. Wenn Sie in Ihrer Wohnung Wasser aus Kupferrohren beziehen, könnten evtl. Kupferanteile im Wasser vorhanden sein. Um dies zu verhindern empfehlen wir (wenn das Wasser länger in der Leitung stand), für min. 10 Sek. den Wasserhahn laufen zu lassen, bevor das Wasser für den Wasserwechsel benutzt wird. So gewährleisten Sie das die Rohre mit neuem, frischem Wasser befüllt wird und so die Kupferleitung keine Möglichkeit hat, Anteile an Ihr Aquariumwasser abzugeben.

Das Equipment was Sie für einen Wasserwechsel benötigen ist folgendes:

  • einen oder mehrere Eimer
  • eine Mulm Glocke
  • Küchenschwamm (zum Putzen der Scheiben)

Was ist eine Mulm Glocke und wofür benötige ich diese ?

Die Glocke ist wichtig, um den Bodengrund im Aquarium zu reinigen. Viele Schadstoffe wie Pflanzenüberreste oder Kot von Ihren Fischen oder Garnelen sammelt sich im Bodengrund ab. Die Glocke bedient sich hierbei dem physikalischen Gesetz der kommunizierenden Röhren. Das heißt, dass das eine Ende (die Glocke) im Bodengrund steckt und am zweiten Ende des Schlauches muss das Wasser erst manuell angesaugt werden – Wenn Sie das Wasser mit Ihrem Mund ansaugen, entsteht im Schlauch ein Unterdruck und das Wasser wird im Schlauch entlang fließen. Sobald Sie dies beobachten, brauchen Sie das Wasser nicht weiter ansaugen, sondern das zweite Ende des Schlauches in Ihren Eimer halten. Achten Sie hierbei darauf, dass sich das zweite Ende des Schlauches unterhalb des Aquariums befindet, da sonst das physikalische Gesetz nicht funktioniert.

Wenn Sie das Wasser nun angesaugt haben und dieses in den Auffangbehälter fließt, können Sie beobachten wie der Bodengrund in der Glocke gereinigt wird. Tasten Sie mit der Glocke nach und nach den gesamten Bodengrund ab um ihn zu reinigen.

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  • Erfassung von Stoffwechselprodukten, Futter- und Pflanzenresten (Mulm) vom Aquarienboden: Mulmglocke mit automatischer Ansaugvorrichtung bei 45-70 cm Wasserstand
  • Einfache Installation: Anschluss des Schlauchs an Mulmglocke, Befestigung des Schlauchs mit Absperrhahn an Eimer, Einführung des Reinigers ins Aquarium - Aktivierung durch leichte Schüttelbewegung. Mulmglocke in den Boden schieben, Wassersog saugt Schmutz
  • Automatische Ansaugvorrichtung (kein Ansaugen mit dem Mund nötig), Reinigung an schwer zugänglichen Stellen: Runder Querschnitt mit Ecken, Reinigungskralle zur Dosierung der Saugstärke, Innendurchmesser 40 mm
  • Schutzsieb gegen versehentliches Ansaugen von Pflanzen und Fischen.
  • Lieferumfang: 1 x Bodenreiniger JBL Aqua Ex Set, 61410. Größe: 45 - 70 cm, Ø 40 mm, inkl. 2 m Schlauch (12/16 mm), 2 Schlauchclips, Absperrhahn

Letzte Aktualisierung am 22.06.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Sobald ein Eimer voll ist stellt sich natürlich die Frage: Wohin mit dem Wasser?

Wenn Sie Pflanzen im Garten oder auf den Fensterbänken besitzen, können Sie diese damit gießen. Die Nährstoffe aus dem Aquarium Wasser sind für die Zimmerpflanzen ideal.

Das restliche Wasser können Sie nun ins Waschbecken, in die Badewanne oder in die Toilette geben. Meist ist im Abfluss des Waschbeckens oder der Badewanne ein kleiner Filter, der aufgrund der Schmutzpartikel im Wasser sehr schnell verstopfen kann. Sie Toilette hat einen solchen Filter nicht. Daher empfehlen wir das Wasser in die Toilette zu entsorgen.

Wasser im Becken auffüllen

Wenn genügend Wasser abgelassen wurde und Sie Ihr Aquarium entsprechend gereinigt (Scheiben geputzt, Pflanzenüberreste entfernt etc.) haben, können Sie nun neues Wasser in Ihr Aquarium füllen. Das einfachste hierbei wäre natürlich temperiertes Wasser in einen Eimer zu füllen und in das Aquarium zu schütten.  Von dieser Variante möchten wir Ihnen bei größeren Wasser Menge (mehr als 2l) abraten. Wenn Sie dies tun, erzeugen Sie im Aquarium eine so massive Strömung, sodass Ihre Einrichtung und Ihre Fische beschädigt bzw. verletzt werden können.

Eine bessere Möglichkeit zum Einfüllen ist es, mit dem Schlauch der Mulm-Glocke zu arbeiten. Stellen Sie den Eimer einfach auf Ihrem Aquarium ab und stecken Sie das eine Ende des Schlauches in den Eimer, saugen Sie das Wasser am anderen Ende des Schlauches an und stecken diesen dann in Ihr Aquarium. Auch hier entsteht der identische physikalische Effekt (wie beim Ablassen des Wassers), so dass eine optimale Befüllung Ihres Beckens gewährleistet wird.

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