Wirbellose

Garnelen & Wirbellose - Die Diamanten des Aquariums
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Zwerggarnelen bzw. Wirbellose erfreuen durch ihre Artenvielfalt, die relativ leichte Vermehrung (auch Anfängern können Erfolge verzeichnen) und ihrer abwechslungsreichen Farbenpracht, sowie der Zuchtauslese immer mehr Aquarianer. Sie stellen eine tolle Abwechslung und eine wertvolle Bereicherung für die Aquaristik dar.
Wir möchten Sie daher über die erfolgreiche Haltung und Züchtung von Wirbellosen informieren. Es ist unbeschreiblich schön, die filigranen Garnelen bei der Nahrungs- und Partnersuche durchs Aquarium schweben zu sehen. An diese Eleganz kommt kein Fisch heran.

Neocaridina davidi var. "Yellow" - Garnelen - Wirbellose

Neocaridina davidi var. „Yellow“

Die meisten Zwerggarnelen – Arten stammen aus Afrika, Asien und einigen westpazifischen Inseln. In Japan ist die Zucht von Farbmorphen diverser Garnelenarten ein wahrer Volkssport und die Zuchtvarianten der Garnelen werden teils zu astronomischen Preisen gehandelt. Garnelen fressen häufig gerne Algen. Auch Fischfutter in Form von Flockenfutter, Frostfutter und Futtertabletten werden gerne von den Garnelen angenommen.

Damit sorgen sie für ein optisch sauberes Aquarium und verrichten hervorragende Dienste bei der Prävention gegen Algen, indem sie auf den Pflanzenblättern alle Oberflächenalgen abweiden.

Die Haltung von Wirbellosen kann selbst in kleinsten Aquarien erfolgen. Die Tiere scheinen sehr sozial zu sein und kümmern, bzw. sterben, wenn sie nicht genügend Artgenossen um sich haben. Um eine artgerechte Haltung der Zwerggarnelen zu gewährleisten, sollte man mindestens 8-10 Tiere pro Art halten. Sehr schön zur Geltung kommen die Garnelen bzw. Wirbellosen, wenn man sie in größeren Mengen in einem Arten-Aquarium hält. Hier reichen schon Becken mit 30 cm Seitenlänge aus.

Vergesellschaftung mit Fischen

Neocaridina davidi var. "red" - Wirbellose

Neocaridina davidi var. „red“

Die Garnelen lassen sich gut mit Welsen der Gattung Ancistrus und friedlichen kleinen Fischen, wie beispielsweise den Wildfang Guppys vergesellschaften. Garnelen können allerdings scheu werden und sich nur wenig zeigen, wenn hektische Fische im Becken schwimmen. In einem dicht bepflanzten Aquarium kommen genügend junge Garnelen zur Welt, sodass man immer eine ausreichende Population hat. Junge Zwerggarnelen finden eigentlich immer genug Futterreste und man muss sie nicht zusätzlich füttern.

Man sollte diese kleinen Wirbellosen nicht mit größeren Fischen vergesellschaften – zum einen verstecken sich die Tiere und man hat wenig Freude, zum anderen werden sie ob Ihrer Größe auch gerne als Beute angesehen.

Geschlechtsreife und Lebenserwartung

Je nach Art sind die Wirbellosen schon nach 3 bis 6 Monaten geschlechtsreif. Die Lebenserwartung der meisten Zwerggarnelen liegt zwischen 18 Monaten und 2 Jahren. Die meisten Garnelen bevorzugen kühlere Temperaturen zwischen 18 und 24 Grad im Becken. Temperaturen über 28 Grad können zu Ausfällen von Zwerggarnelen führen. Garnelen gehören zu den Wirbellosen und müssen um zu wachsen, wie die Krebse, ihre alte Haut abstreifen.

Ansprüche an die Wasserqualität

Die meisten Garnelen-Arten haben recht wenige Ansprüche an die Wasserqualität und sind  recht tolerant. Wichtig hingegen ist eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff. Garnelen und andere Wirbellose (z.B. Schnecken, Krebse) reagieren sehr empfindlich auf verschiedene Veränderungen der Haltungsbedingungen:

  • hohe Nitratwerte
  • Bestandteile von Fischmedikamenten
  • kupferhaltige Algenbekämpfungsmittel (Algizide)
  • zu hohe Konzentrationen verschiedener Düngestoffe
  • Insektensprays
  • Lösungsmittel und Nikotin

Beachten Sie beim einsetzen der Wirbellosen folgende Hinweise

  • Garnelen sollen nicht unmittelbar in das Aquarienwasser eingebracht werden. Garnelen benötigen Zeit zur Akklimatisierung, um sich mit so wenig Stress wie möglich an Temperatur-, Wasserbeschaffenheit und Umgebungsunterschiede zu gewöhnen.
  • Geschlossene Transportbeutel ca. 20 Minuten auf Aquarienwasseroberfläche schwimmen lassen bis ein Temperaturausgleich erfolgt ist.
  • Transportbeutel vorsichtig öffnen, etwa 1/3 Aquarienwasser einfüllen und 10 Minuten ruhen lassen. Vorgang zweimal im gleichen Intervall wiederholen.
  • Garnelen vorsichtig mit Fangnetz aus dem Beutel in das Aquarium überführen. Beutelwasser nicht dem Aquarium zuschütten.
  • Garnelen nicht in Aquarien einsetzen, in denen während der letzten 3 Monate kupferhaltige Algenbekämpfungsmittel oder kupferhaltige Fischmedikamente eingesetzt wurden.

Vorsicht auch bei der Reinigung des Filters. Garnelen, vor allem Jungtiere können sich darin befinden – deshalb zunächst Filterinhalt in Eimer ausschütten und gründlich auf kleine Garnelen durchsuchen. Jungtiere sind oft nicht grösser als ein paar Millimeter.

 

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